Rankingliste in Bürgerfragestunde des Rates ein Thema

Verwaltung der Samtgemeinde stellt Änderung in Aussicht

In unseren letzten Artikel haben wir ja bereits auf die unmöglichen Rankinglisten zur Ferienpassaktion hingewiesen.

Nun fand gestern am 22.07.2008 eine Ratssitzung der Gemeinde Wieda statt. Natürlich gab es, wie immer, eine Bürgerfragestunde vor der eigentlichen Sitzung, die auch von uns genutzt wurde.

So stellte der Ortsverband klar, dass es Probleme wegen dieser Rankingliste innerhalb der Samtgemeinde geben würde und das so eine Liste im Bereich des Datenschutzes bedenklich ist.
Es wurde weiterhin geschildert, dass durch diese Listen eine unnötige Konkurrenz zwischen den teilnehmenden und nicht teilnehmenden Kindern verursacht werden kann. Auch der „Neidfaktor“ zwischen den Eltern könnte eine entscheidene Rolle spielen.

Unserer Auffassung nach, kann es nicht sein, dass öffentlich in aller Welt nachzuschauen ist, wer wieviel Geld für sein Kind in der Ferienpassaktion investiert hat. Da sollte man auch mal den Datenschutz überprüfen.

Die Verwaltung zeigte sich hierbei allerdings sehr kompromissbereit und wird diese Art der Darstellung überprüfen. Es wurde in Aussicht gestellt, dass diese Praxis im nächsten Jahr nicht mehr so vollzogen werden soll. Wenn hier Wort gehalten wird, dürften wir mit dieser schnelle positiven Reaktion der Verwaltung sehr zufrieden sein. Wir bleiben aber an dieser Sache dran.

Der Datenschutz wurde eingeführt, um die persönlichen Daten von Menschen in Deutschland zu schützen. Keine personenbezogene Daten dürfen ohne Einwilligung der jeweiligen Person an die Öffentlichkeit. Wenn nun einzelne Personen Probleme mit dieser Darstellung haben und Angriffe, Neid oder Spott durch die klare Zuweisung von Geldbeträgen ausgesetzt werden, muss eine andere Lösung gefunden werden.

WIR wollen nicht den gläsernen Bürger. Da auch die Aushänge und die Präsentation im Internet dieser Rankinglisten Kosten verursachen, wäre selbst ein persönlicher Brief an alle Teilnehmer möglich, wenn in Zukunft solche Listen nicht mehr den Weg in die Öffentlichkeit finden. Dadurch wäre die Anomynität in jeden Fall gewährleistet.