5 Euro sind dann doch „endlich“ zu viel?

Wow. Es hat nur knapp zehn Jahre gedauert, bis endlich auch in der Lokalzeitung die Eintrittspreise hinterfragt werden dürfen.
 
Seit dem ersten Klostermarkt, der 2008 statt fand, machte DIE LINKE. vor Ort deutlich, dass Bürgerinnen und Bürger von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen werden, wenn derartige Eintrittspreise verlangt werden. Und auch schon damals kam von mir, innerhalb des Samtgemeinderates, der Vorschlag, dass die Standnutzer Gebühren zahlen sollten, damit gleichzeitig die Eintrittspreise gesenkt oder gar (für Hartz-IV-Empfänger, Renterinnen und Renter, Minijobber, usw.) erlassen werden könnten.
Uns, DIE LINKE., wurde damals unterstellt, dass sie den Klostermarkt selbst verhindern wollten und die wenigen Ereignisse schlecht machen will. Dies war aber nie der Fall. Im Gegenteil: Der Klostermarkt ist gut für Walkenried. Es wäre aber noch besser, wenn allen Familien und Bürgerinnen und Bürger die Teilhabe am Klostermarkt ermöglicht wird.
 
DIE LINKE. hat auch die teilnehmenden Klöster persönlich kontaktiert und leider viel Unverständnis (trotz angeblich christliche Menschlichkeit) erhalten. Von der damaligen Organisatorin des Klostermarktes wurde uns sogar mitgeteilt, dass man nicht wüsste, was „solche Menschen“ auf dem Kostermarkt sollten. Denn schließlich könnten sie sich die „qualitativ hochwertigen Waren“ ohnehin nicht leisten. Man hat nichts verstanden.
 
Der Wunsch vom Redakteur Thorsten Berthold, sich dringend Gedanken über die Eintrittspreise zu machen, ist verständlich. Dies hätte aber schon viel früher kommen müssen. Ob sich dadurch aber tatsächlich ein Umdenken einstellt, ist noch zu bezweifeln. Oder wurde bis jetzt nur noch nicht gehandelt, weil es DIE LINKE. war, die dies angeprangert hat?
Timo Rose, Mitglied im Sprecherrat DIE LINKE. Ortsverband Kreis Osterode